Ernährungsberatungs-FAQ
Hier findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen nach einer Ernährungsberatung.
Deine Frage ist nicht dabei? Dann buche dir bitte eine Folgeberatung, damit wir individuell auf deine Fragen eingehen können.
Mein Tier hat seit der Futterumstellung ungewollt zu- oder abgenommen. Welche Komponenten muss ich in der Ration verändern?
Solltest du ein Fertigfutter ohne Kohlenhydrate verwenden (reine Trockenfutter- oder Nassfutterfütterung) und dein Tier hier trotzdem an Gewicht zu- oder abnimmt, kontaktiere uns bitte erneut. Eine Änderung der Futtermenge kann dazu führen, dass dein Tier entweder zu viele oder zu wenige Nährstoffe bekommt. Um das zu überprüfen, geben wir die aktuelle Futtermenge in unser Rechenprogramm ein.
Wie lange muss ich Fleisch kochen bzw. erhitzen?
Wie lange das Fleisch gekocht werden muss, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Hierbei kommt es auf die Fleischart, die Größe der Fleischstücke und den Garungsprozess an. Wir empfehlen, dass das Fleisch innen nicht mehr roh sein sollte und komplett durchgekocht/gegart wird. Je nach Größe des Fleischs sollte es ca. zwischen 15-30 Minuten gekocht werden. Es kann auch etwas kürzer oder länger dauern, je nachdem, wie groß die Stücke sind. Schneide das Fleisch zwischendurch auf und schau nach, ob es innen komplett durch ist – es sollte keine rohen Stellen mehr haben.
Gehen beim Kochprozess wichtige Nährstoffe vom Fleisch verloren? Hat eine schonende Garung oder eine Rohfütterung einen Vorteil gegenüber dem Kochen/ Braten?
Der Nährstoffverlust beim Kochen ist vernachlässigbar. Fleisch enthält nicht so viele Nährstoffe, dass eine Kochration ohne Mineralfutter alles abdecken würde. Egal ob Rohfleisch oder gekochtes Fleisch – es braucht immer noch eine Nährstoffergänzung. Daher ist es für die Nährstoffversorgung egal, ob das Fleisch roh gefüttert, gekocht, gebraten oder schonend gegart zubereitet wird.
Mein Hund mag kein Gemüse oder Obst. Was mache ich jetzt?
Wenn dein Hund kein Obst oder Gemüse mag, ist das in Ordnung. Dann lässt du es gerne einfach weg, da dieses keinen Einfluss auf die Nährstoffversorgung und eher als Füllstoff in der Ration dient. Um deinen Hund trotzdem mit Ballaststoffen zu versorgen, kannst du alternativ auf Zellulose oder Flohsamenschalen zurückgreifen. Diese ist geschmacks- und geruchsneutral und wird von vielen Hunden gut toleriert. Auch dies ist optional.
Wir können in unseren Tabellen leider keine Spanne der Gemüsemenge angeben. Daher dient die hier eingetragene Menge als Richtwert. Es ist aber unter Berücksichtigung der Verträglichkeit auch möglich, mehr, weniger oder gar kein Gemüse zu füttern.
Müssen Mineralfutter und Öle dauerhaft gefüttert werden?
Kann ich die Ration selbstständig anpassen?
Teilweise ja – unter bestimmten Berücksichtigungen. Gemüse und Kohlenhydrate können in der Regel selbstständig ausgetauscht werden, da sie für die Nährstoffversorgung keine große Rolle spielen. (Ausnahme: Bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Leber- oder Nierenerkrankungen) können sich durch den Austausch einzelner Komponenten die Protein- oder Phosphorgehalte verändern. In diesen Fällen bitten wir unbedingt um vorherige Rücksprache.) Auch die in der Tabelle angegebenen Öle aus derselben Kategorie können gegeneinander ausgetauscht werden. (z.B. kann Leinöl in der selben Mengen gegen Algenöl oder Lachsöl ausgetauscht werden). Fleisch kann auch gegen Fleisch mit einem gleichen Fettgehalt ausgetauscht werden.
Wenn Rationskomponenten (z.B. Trockenfutter, Nassfutter, Wechsel oder Ersatz von Fleisch auf Milchprodukte oder vegane Proteinquellen, Mineralfutter) in der Ration selbstständig verändert werden, können wir nicht garantieren, dass eine ausreichende Versorgung weiterhin sichergestellt ist. Hier sollte mit uns Kontakt aufgenommen werden, damit wir die Ration überprüfen und eine ausreichende Nährstoffversorgung weiterhin sicherstellen können.
Mein Tier trinkt nichts mehr, seitdem es die Kochration/ Reinfleischdosenration/ Nassfutter bekommt. Ist das normal, oder muss ich meinem Tier zusätzlich Wasser zuführen?
Es kommt durchaus vor, dass zum Beispiel bei einem Wechsel von Trockenfutter auf eine frische Ration plötzlich weniger Wasser getrunken wird. Trockenfutter enthält nur ca. 10% Feuchtigkeit, eine frische Ration hat hingegen 70-80% Feuchtigkeit. Viele Tiere decken alleine über ein Feuchtfutter ihren Tagesbedarf an Flüssigkeit. Daher besteht in der Regel kein Grund zur Sorge, wenn weniger Wasser getrunken wird. Frisches Wasser sollte trotzdem immer ausreichend zur Verfügung stehen.
Wichtig: Sollte dein Tier krank erscheinen und ein reduziertes Allgemeinbefinden zeigen, dann suche bitte eine Tierarztpraxis auf und lasse dies abklären.
Mein Hund setzt plötzlich größere Mengen Kot ab. Ist das normal?
Mein Hund muss, seitdem ich den neuen Futterplan füttere, immer nachts raus und setzt viel Urin/ Kot ab. Womit hängt das zusammen?
Aufgrund der Umstellung kann es durchaus sein, dass der Magen-Darm-Trakt sich zunächst an eine andere Fütterung gewöhnen muss. Häufig erhöht sich durch eine frische Ration die Feuchtigkeitsaufnahme zur vorherigen Fütterung. Wenn man dann vermehrt größere Portionen abends füttert, kann es bei einigen Tieren dazu kommen, dass sie vermehrt nachts raus müssen. Sollte sich dies innerhalb von 2-3 Wochen nicht regulieren, dann versuche hier weniger Wasser hinzuzufügen und ggf. abends etwas weniger und morgens dafür mehr Futter zu füttern.
Sollte das Problem weiterhin auftreten, kontaktiere uns bitte erneut.
Mein Hund reagiert seit der Umstellung auf die neue Ration mit weichem Kot/ Durchfall/ weiteren Verdauungsproblemen. Ist die neue Ration dann für meinen Hund nicht geeignet?
Mit der Futterumstellung ist es normal, dass es zu leichten Verdauungsbeschwerden und Symptomen in den ersten 2-3 Wochen kommen kann. Daher empfehlen wir eine schrittweise und langsame Umstellung.
Wichtig: Bei starken Symptomen mit reduziertem Allgemeinbefinden, wende dich bitte an deine Tierarztpraxis. Sollten vermehrt unter der Fütterung Probleme auftreten, kann jederzeit auch bei uns ein Termin gebucht werden, um der Ursache auf den Grund zu gehen.